YFU Switzerland

Nur noch wenige Schritte…

Hallo,

ich heisse Cendrine, bin neulich 17 Jahre alt geworden und werde am 10. August nach Tampa, FL fliegen. Ich habe erst vor kurzem (Anfangs Juli) meine Gastfamilie gekriegt. Meine Familie ist etwas absonderlich, da sie aus einer 31-jährigen Frau (Eulin) und aus einem anderen Gastkind aus Deutschland (Julia, 15) besteht.

 

Tampa-Florida-Map

Dennoch freue ich mich sehr, denn wir haben viele Gemeinsamkeiten; Wir sind sehr fröhliche, kreative und lebenslustige Menschen, die für neues offen sind (einschliesslich das Austauschjahr). Eulin ist Schneiderin und kennt sich gut mit Mode aus, während Julia Fussball spielt und sich gerne austobt.

 

Meine Gastmutter ist Vegan, was interessant werden könnte, da ich und Julia beide Vegetarierinnen sind. Ich habe mal versucht, mich eine Woche vegan zu ernähren, scheiterte aber erbärmlich, da das Kochen zu aufwendig, und die Disziplin nicht ausreichend da war. Es wird eine schwierige Lebensumstellung sein, die ich aber voller Überzeugung auf mich nehmen werde. Ich vertraue Eulin, denn um einen drei-jährigen veganen Lifestyle ermöglicht zu haben, braucht es viel Wissen und gute Kochfähigkeiten.

 

Ich bin erst heute wieder in der Schweiz  angekommen (Ich war zehn Tage in Schottland und danach zwei Wochen in Kanada gewesen), und werde in etwa 60 Stunden wieder in den Flieger sitzen. Mein Schlafrhythmus ist etwas desorientiert. Ich weiss nicht, ob ich mich wieder an die „Schweizerzeit“ anpassen sollte, oder einfach, den in Tampa bevorstehend Jetlag, indem mich um die gleiche US-Zeit schlafen lege, vermeiden sollte.

 

Meine Koffer sind noch voll von der vorherigen Reise, und ich habe keine Lust sie auszupacken, um sie danach wieder vollzustopfend. Ich hasse packen, Es wird wahrscheinlich sehr stressig werden, da ich nicht mehr viel Zeit habe, und meine Nerven liegen schon jetzt blank.

 

Ich kann es irgendwie immer noch nicht glauben, dass ich in wenigen Stunden ein ganzes Jahr von zu TampaHause weg sein werde. Obwohl mein Austauschjahr mir so nahe bevorsteht, dass man sie mit der reinen Hand greifen könnte, realisiere ich es nicht. Ich bin noch immer nicht nervös oder spühre den leisesten Kummer. Wahrscheinlich wird mir alles erst, wenn ich im Flieger alleine sitze, bewusst. Vielleicht werden die Gefühle wie ein Blitz auf mich einschlagen. Wir werden sehen.

 

Wünscht mir Glück!

Cendrine