YFU Switzerland

Michaela Herzog in Südafrika – Eine Weltentdeckerin

Goeie dag jelle!

Ich bin nun schon knapp zwei Monate hier. Und vielleicht schon zu Beginn; Ich bereue mein Entscheidung hier nach Südafrika gekommen zu sein keine einzige Sekunde. Ich fühle mich hier einfach wohl und bin glücklich. Es tut mir so leid, dass ich euch hier mit meinem Enthusiasmus zudonnern. Aber naja ihr werdet es schon überstehen. ?

Aber jetzt mal von Beginn an. Ich werde hier natürlich nicht alles erzählen können, doch werde ich versuchen, nichts wichtiges zu vergessen. Ich war bis zum Flughafen nicht sonderlich aufgeregt oder sentimental, aber als ich dann dort ankam, überrollte mich diese Situation einfach. Ich denke, ich habe erst in diesem Moment begriffen, dass ich alles für ein knappes Jahr hinter mir lasse. Nach dem wasserreichen Abschied und dem Flug begann mein Abenteurer. Ach, ich war so aufgeregt! Und das mit gutem Grund, denn Südafrika ist nun mal Afrika und auch wenn gewisse Menschen, die sich in Kapstadt aufhalten gerne damit prahlen, dass es ein Afrika-Europa ist.

Nein, das ist es eindeutig nicht. Es ist immer noch ein Land im Wandel und Entwicklung. Die Unterschiede zwischen der Schweiz und Südafrika sind riesig, jedoch sollte man einfach sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass es nicht schlechter ist, sondern einfach anders. Und als ich dann mal den Zwinger um meinen Komplex (Wohnsiedlung), die riesigen Löcher in den Strassen und das eindeutig stark fleischhaltige Essen (I’m a vegetarian), die grosse Armut und Kriminalität hier akzeptiert hatte,  begann ich mich auf die positiven Aspekten zu konzentrieren. Damit meine ich nicht, dass ich es nicht immer noch schlimm finde, nein, das tue ich, jedoch habe ich lernen müssen, dass ich, als einzelne Person, diese Armut nicht besiegen kann. Das einzige was ich tun kann ist jedem Menschen mit Respekt und Freundlichkeit gegenüber zu treten. Das klingt sehr negativ aber wie ich schon gesagt habe, ich bin glücklich hier.

Die Menschen mit denen ich hier zu tun habe sind wunderbar, sie sind energiegeladen, fröhlich und total herzlich. Ab und zu geben sie mir so viel Liebe mit Umarmungen und Händehalten, währenddem ich mit ihnen spreche, dass ich fast zu platzen drohe. Hahaha aber ich liebe es. Die Menschen hier sind so offen und ehrlich. Alle sind unglaublich freundlich zu mir und in der Schule bin ich wohl die Hauptatraktion. ? Naja jedenfalls seit ich mich vor allen Schüler/innen habe vorstellen müssen.

Meine Schule ist Afrikaans und Englisch. Da mein Afrikaans noch nicht wirklich hervorragend  ist, bin ich natürlich in der Englischklasse. Das heisst die meisten meiner Freunde sind dunkelhäutig und ab und zu vergesse ich fast dass ich irgendwie anders aussehe. Es fällt mir erst wieder auf wenn wir ein Foto von uns anschauen.?? Meine Schule ist recht modern und somit spielt es keine grosse Rolle mehr, ob du dunkelhäutig oder hellhäutig bist.? Wie ich aber von den anderen Austauschschühler gehört habe, ist das leider nicht bei allen Schulen schon der Fall. ?? Wird schon noch!Ach und noch etwas kleines über meine Schule oder besser über meine Schuluniform. Naja ich sehe natürlich alle Vorteile einer Uniform, aber neeeh ich mag sie mal so gar nicht. Aber alles halb so schlimm. ☺️

Ich möchte jetzt von meine wunderbaren Gastfamilie erzählen… Ich lebe in einem kleinen Haus in der Nähe der Schule, so dass ich jeden Tag zu Fuss gehen kann.☺️ Auch das wohl ein kleiner Glücksfall. Ich habe zwei kleine Gastschwestern (11/5). Ach, ich liebe sie schon wie echte Geschwister, das heisst sie gehen mir auch manchmal schon auf die Nerven wie echte Geschwister. ? Meine Gastmutter ist eine unglaublich herzliche Frau ich habe sie sehr schnell liebgewonnen. Hahah und dann mein Gastvater. Ich lebe zu Hause nicht mit meinem Vater zusammen. Es war für mich somit eine kleine Umstellung. Er ist ein traditioneller Afrikaansman. Er wirkt auf den ersten Blick ein wenig “ruch”, aber auch wenn er gerne der grosse starke Hausboss darstellen möchte, hat er ein wunderbares Herz. Meine Gastfamilie hat  nicht wirklich viel Geld und trotz all dem haben sie sich dazu entschienden, mich für ein Jahr bei sich aufzunehmen. Und ich bin unglaublich glücklich über diese Entscheidung. ?

Ich habe bis jetzt schon einiges hier in Südafrika gesehen. Ich war schon im Krügernationalpark und in den Clarens mountains. Ich möchte gar nicht viele Worte darüber verlieren, denn diese zwei Orte muss man einfach gesehen haben, damit mam versteht wie wunderschön und atemberaubend sie sind. Ausserdem gehe ich am Sonntag für ganze vier Wochen reisen. Eine andere Familie, die auch eine Austauschschühlerin aufgenommen hat, nimmt mich auf diese Reise mit. ? Ich bin so aufgeregt!?

Ich möchte euch noch so viel mehr erzählen aber ich denke ich muss jetzt stoppen. Nur noch etwas. Ich glaube ganz fest daran, dass dieses Land mein zweites Zuhause sein kann.

Ganz liebe Grüsse

Aus Südafrika

Michaela Herzog

MAKE THE WORLD YOUR HOME

Ausicht in Clarens mountains

Ausicht in Clarens mountains

Das sind meine Gastschwestern!

Das sind meine Gastschwestern!

In den Clarens mountains!

In den Clarens mountains!

 

 

 

 

 

 

 

 

Schule :)

Schule 🙂

Schulfestival

Schulfestival

Krügernationalpark

Krügernationalpark