YFU Switzerland

Berge essen und Flüsse trinken – zu Besuch im YFU-Deutschkurs in Zürich

In den ersten Wochen ihres Austauschjahres besuchen die YFU-Austauschschüler in der Deutschschweiz einen Intensivsprachkurs. Dort erwerben sie jene sprachlichen Fähigkeiten, die sie später für den Besuch der Kantonsschule benötigen.

Aller Anfang ist schwer
Die meisten Austauschschüler hatten zu Beginn ihres Austauschjahrs kaum Deutschkenntnisse. Trotzdem wurden sie bereits vom ersten Tag an gefordert. “Bereits ab dem ersten Tag sprachen wir im Kurs konsequent Deutsch,” erklärt Johannes, YFU-Deutschlehrer im Sprachkurs Zürich.

Um den Einstieg zu erleichtern, arbeiteten die Lehrer anfangs mit vielen Bildern. “Wir hatten dieses Jahr eine besonders motivierte Klasse” schwärmt Katriina, die zusammen mit Johannes den Zürcher Sprachkurs leitet. Die 7 Schülerinnen und Schüler seien regelrecht in die Sprache eingetaucht und hätten alles Neue wie ein Schwamm aufgesaugt.

Fördern und fordern
Innert weniger Wochen hatten die Austauschschüler ein beachtliches Niveau erreicht. Sichtlich stolz zeigt Johannes die Abschlüssprüfung einer Schülerin: “Die Schüler arbeiteten immer gut mit und entwickelten ein gutes Sprachgefühl. Dies erlaubte uns, von Beginn weg einen strengen Unterricht zu führen und immer auch detaillierte Korrekturen anzubringen.”

Trotzdem kam im Kurs der Spass nie zu kurz. Dies zeigte sich auch am letzten Schultag, wo für einmal die Schüler den Unterricht gestalteten (siehe Fotostrecke). Mit grossem Engagement bereiteten die Kursteilnehmer eigene Unterrichtsblöcke vor und forderten mit unterhaltsamen Übungen und Spielen die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Klassenkameradinnen. “Es war uns wichtig, den Unterricht
abwechslungsreich und kreativ zu halten. Deshalb durften unsere Schüler auch lügen und spielerisch Situationen erfinden” so Katriina. Im Laufe des Kurses kam es deshalb auch immer wieder zu witzigen Situationen. Eine Austauschschülerin meinte am zweiten Tag, in ihrem Heimatland würde man Berge essen. Dieser Satz wurde zum Dauerbrenner im Kurs und führte immer wieder zu Lachern. Kreativ ware die Schüler auch im erfinden neuer Wörter wie zum Beispiel “sportieren”.

Dank der engagierten YFU-Sprachlehrer konnten sich die Schüler ein solides sprachliches Fundament erarbeiten. Nach 5 Wochen intensivem Sprachtraining nehmen die Austauschschüler nun am regulären Unterricht in den deutschschweizer Gymnasien teil.

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