YFU Switzerland

Rückblick nach mehr als einem Monat

Heii Leute

Ich kam hier her im August, jetzt ist es Oktober. Es ist sieben Uhr morgens und ich bin wahrscheinlich die einzige in der ganzen Stadt die nicht zur Arbeit muss und trotzdem schon wach ist. Der perfekte Moment für einen kleinen Rückblick:

3=4?

Nein, ich denke nicht wirklich dass diese Gleichung korrekt ist, im mathematischen Sinne. Aber seid gewarnt liebe zukünftige Austauschschüler, so eine Gleichung steht  auch euch bevor. Denn, 3 ist die Anzahl Kilos die ich innerhalb von vier Wochen zugenommen habe(seither hab ich mich nicht mehr auf die Wage getraut). Es ist tatsächlich so, hier  wird so ziemlich alles frittiert wird und Salat sieht man nur alle Jubeljahre und dann ist es eine grüne, oft pürierte, mit Limonensaft übergossene, schleimige Masse.

Spontanität

Für mich, als bis auf die letzte Sekunde durchgeplante Europäerin, war es sehr schwer mich daran zu gewöhnen. ein kleines Beispiel: Meine einzigen Ferien hier(abgesehen von der fast zweimonatigen Schulpause im Februar;)haben am Montag begonnen und ich weiss immer noch nicht ob meine Familie plant etwas zu unternehmen. Doch das liegt nicht daran dass wir nicht miteinander kommunizieren sondern eher an der Tatsache dass sie es selbst noch nicht weiss. Auch von der riesen Überraschungskindergeburtstagsparty meiner Cousine wurde erst zwei Tage zuvor entschieden dass man sie durchführt.

Strassenfest

Den ganzen September über feierte man hier die Kantonalisation( ich würde euch ja gerne erklären was das ist, wenn ich es selbst verstehen würde) Auf jeden Fall war es ein Monat voller Paraden und anderen Anlässen. Hier einige Beispiele: Die Tanzpräsentation in meiner Schule: Jede Klasse musste einen Tanz präsentieren, samt Kostümen und allem drum und dran(aus irgendeinem Grund war meine die einzige die nicht musste:). Die 30. September-Parade:Ich und der andere Austauschschüler aus Deutschland mussten zwei Stunden lang mit unseren Flaggen durch die Strassen laufen(wir hatten 30 grad, ich hatte zusätzlich 10 Zentimeter hohe Absätze und die Strassen sind hier nicht geteert, Ihr kennt euch vorstellen wie viel Spass ich hatte).Festival de los dulces(das Süssigkeitenfest): Obwohl das hier  mehr ein Dorf als eine Stadt ist, sind wir beinahe Ecuadorweit für unsere Süssigkeiten bekannt, nicht ganz ohne Grund. Meiner Meinung nach sind das die besten Süssgebäcke der Welt(ich entschuldige mich schon im voraus, sollte ich mit diesem Kommentar die Gefühle von jemandem verletzt haben;). Tia und einmal im Jahr wird das gehörig gefeiert. Hier noch en paar ehrbare Erwähnungen(tut mir leid aber es würde einfach zu lange dauern alles näher zu erklären: Krönung der Miss und Juniormiss, Schulfest, Parade des 1. Septembers, Fest der traditionellen Musik, Parade der Kolonialkleidung(riesige Reifröcke), Fest einer anderen traditionellen Musik und die traditionelle Fahnenparade an allen Schulen.

Pazifik

Tia meine Lieben, während ihr den Tag wahrscheinlich mit Schule und lernen verbracht habt, war ich gestern den ganzen Tag am Strand( keine Angst ich hab nicht geschwänzt, wir haben zwei Wochen ferien). Ich hab mir den Jahrhundert Sonnenbrand geholt, trotz extrem viel Sonnencreme und mein neuer Spitzname bei meiner Familie ist Krebs, bezieht sich auf meine neue Hautfarbe. Für alle die noch nie am Pazifik waren: Es ist echt ein berauschendes Gefühl am Anfang von etwas so grossem zu stehen und dieses Meer hat unglaublich viel Kraft! Es hat mich dazu gebracht  dreifache Saltos zu machen und mich mit jeder Welle  drei Meter weiter  Richtung Äquator befördert.

 

Das wars für heute von meiner Seite, ich hoffe es geht alles gut!

Tschüss!

P.S.

Tut mir echt leid, aber das mit den Fotos will noch nicht so wirklich funktionieren, ich versuche das so bald als möglich zu ändern.