YFU Switzerland

die erste Schulwoche

Hei zusammen

Schon mehr als zwei Wochen bin ich jetzt hier in Oslo und langsam habe ich mich hier richtig eingelebt. Ich sitze in der Stube auf dem Sofa, während meine Gastgeschwister mit dem Laufvelo und dem Trottinett im Kreis um mich herum fahren und diskutieren, wer von beiden vorne ist. mein Gastvater versucht hoffnungslos, die vielen herumliegenden Spielsachen aufzuräumen, wobei er jedoch aufpassen muss, nicht überfahren zu werden.

Langsam finde ich mich auch in Oslo besser zurecht. Die Stadt hat vieles zu bieten und erinnert mich immer mehr an Zürich. Am letzten Montag hat die Schule hier angefangen. Ein wunderschönes Gebäude fast mitten im Stadtzentrum. Die Schule gefällt mir sehr gut und sie legen sehr grossen Wert auf eine gute Klassenstimmung. So hatten wir die ganze erste Woche keine Schule, sondern haben in Gruppen einen kleinen Film zum Thema Jeg+Munch (Ich+ (Edvard) Munch) gemacht, um uns besser kennen zu lernen. Am Freitag fanden dann die sogenannten Edvards statt, wo die besten Filme gekürt wurden. Danach fand eine Art Fest im Schulhof statt. Soweit fühle ich mich in der Schule sehr wohl, aber die Sprache ist halt wie eine Barriere, um sich mit Leuten anzufreunden. Ich merke aber, wie ich jeden Tag mehr verstehe und habe auch schon angefangen, ein bisschen zu reden.

Am Wochenende sind wir in eine sogenannte Hytte (Hütte/Ferienhaus) meiner Gastgrosseltern gegangen.  Dort haben wir dann die ganze Familie meiner Gastmutter getroffen. Diese besteht aus ihren Eltern, ihrer Schwester und deren zwei Töchter Karine und Linnea. Karine ist in meinem und Linnea in Synnes alter. Das Wochenende über haben wir dann Eierschwämme gesucht, Preiselbeeren gesammelt, Holzscheiter geschleppt, gespielt, gelacht und es gemütlich genommen. Dieses Hytte-Phenomen ins hier sehr verbreitet. Fast jeder hat so eine Hytte, wo er sich am Wochenende zurückziehen kann. Am Freitag ab ca.14:00 Uhr kommt man also fast nicht mehr aus Oslo raus und am Sonntag am ca. 14:00 Uhr fast nicht mehr in die Stadt rein.

Vom spielen und aufräumen müde sitzen jetzt alle vor dem Fernseher und schauen Kindersendungen. Wer  seit dem Middag schon wieder hunger hat, macht sich jetzt langsam ein Kveldsmat. Mit der Zeit gewöhne ich mich an den Alltag meiner Gastfamilie. 🙂