YFU Switzerland

Januar & Februar

Hallo Zusammen!

Januar und Februar ist nicht so viel passiert, einmal hat es einen Lockdown Drill in der Schule gegeben, das ist ein Test für den Fall eines School Shootings oder Attentats und der Alarm ist losgegangen und wir mussten alle in einem Ecken des Schulzimmers zusammenstehen und still sein während der Lehrer die Türe abgeschlossen hat und alles verdunkelt hat. Ende Januar war die YFU-Mid-Year Orientation, an der ich wieder mal alle YFU-Austauschschüler aus der Region getroffen habe. Wir hatten einige Workshops aber auch viel Freizeit.

Anfangs Februar bin ich einmal während der Stunde zum Schulleiter gerufen worden und ich habe mich schon gefragt was ich falsch gemacht hatte aber er wollte vorallem mit mir sprechen weil seine Vorfahren im 19. Jhd. aus der Schweiz in die USA ausgewandert sind und hat mich dann gefragt wie man die Gemeinde aus der sie kommen aussprechen würde (ich habe den Namen vergessen, aber es war irgendwo im Kanton Graubünden) und wie man seinen Nachnamen (Kreis) ausprechen würde auf Deutsch weil er spricht es wie „crease“ aus. Das war noch lustig.

Rodeo

Ich bin auch einmal an ein Rodeo gegangen mit meiner Gastfamilie (wenn ich schon in Texas bin). Es war natürlich hoch patriotisch, die ganze Halle war in rot-blau-weiss geschmückt und am Anfang hat jemand die Nationalhymne gesungen und alle haben den „Pledge of Allegiance“ aufgesagt (den müssen wir übrigens auch jeden Tag in der Schule aufsagen) und dann hatte es verschiedene Disziplinen, unter anderem Kälber möglichst schnell mit dem Lasso einzufangen und zu fesseln, möglichst lange auf bockenden Pferden und Stieren zu bleiben (sie bocken weil ihnen die Hoden mit einem Gurt abgebunden werden), Pferdewagenrennen um Fässer etc.Beim Stierreiten ist einmal einer abgeworfen worden und der Stier ist ihm auf den Brustkorb gestanden und er wurde dann aus der Arena getragen aber ein paar Minuten später ist er noch einmal kurz herausgekommen, von daher war es wahrscheinlich nicht so schlimm.Aber das Rodeo insgesamt hat mir nicht so gefallen, einfach von der Art her wie die Tiere behandelt werden. Allgemein werden Tiere hier mehr wie Objekte und nicht Lebewesen behandelt.

Track & Field

Ich habe auch mit Leichatlethik angefangen aber es war ziemlich mühsam weil ich zuerst noch zugelassen werden musste und dann musste ich zu jensten verschiedenen Ärzten und das Gesundheitssystem in den USA ist schon etwas für sich, von dem her bin ich froh dass es in der Schweiz so gut geregelt ist. Aber schlussendlich bin ich dann zugelassen worden (nachdem ich jenste Tests gemacht hatte, unter anderem musste ich einen Herzmonitor tragen für 24h). Ich habe jeden Tag nach der Schule 1.5h Training und es ist schon noch streng aber macht auch Spass.
R


Mir geht es gut und ich fühle mich immer mehr Zuhause hier.

Liebe Grüsse aus Texas,

Anna