YFU Switzerland

4 Monate

4 Monate in Estland

Ich habe es endlich geschafft, einen neuen Blogeintrag online zu stellen. Da in letzter Zeit sehr viel passiert ist, ist er lang geworden..
Vor einigen Wochen habe ich die Gastfamilie gewechselt (auf die Gründe möchte ich hier nicht genauer eingehen), jedoch verstehe ich mich sehr gut mit der neuen Familie und bin froh, dass ich mein Austauschjahr nun hier verbringen kann. Ich versuche ich mit meinen Gasteltern Estnisch zu sprechen und einfache Sachen klappen auch schon. Nichtsdestotroz ist es eine schwere Sprache und oft weiss ich nicht, wo ich anfangen soll, da die Grammatik nur aus Ausnahmen besteht.. Auch ist die Schule nicht besonders spannend, wenn man nicht viel versteht.. ich habe mir vergenommen, zurück in der Schweiz mich nie mehr über Langeweile im Unterricht zu beschweren.
In den letzten Monaten gab es jedoch auch viele schöne Momente und Erlebnisse.

Vor gut 3 Wochen gab es einen von yfu organisierten Trip nach Helsinki. Neben einem lustigten City game hatten wir auch genug Freizeit um die Hauptstadt Finnlands zu erkunden. Mir hat Helsinki super gefallen und ich würde gerne nochmals gehen, allerdings ist es im Vergleich zu Estland sehr teuer und ich kann jetzt nachvollziehen, weshalb viele Finnen in Estland einkaufen. Am Sonntagabend kam ich müde, aber glücklich wieder in Pärnu an. Ein weiteres tolles Erlebnis war, als ich zum 1. Mal selbst Traktor fahren durfte.

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Tallinn

In der Hauptstadt bietet sich in der Weihnachtszeit eine wundervolle Stimmung. Der Weihnachtsmarkt und Tallinns Altstadt faszinieren mich jedes Mal aufs Neue.

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Klima 
Das Wetter in Estland ändert sich schnell. Hatten wir anfangs November schon Schnee und bis zu -8 Grad, ist es jetzt etwas ,,wärmer „geworden und viel Schnee ist geschmolzen. Die meisten Esten haben eine Sauna zu Hause, um sich im kalten Winter aufzuwärmen. Die estnische Natur gefällt mir besonders gut. Wenn Schnee liegt und die Sonne untergeht bietet sich ein atemberaubendes Panorama.

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Nun möchte ich noch etwas genauer auf meine Schule eingehen. Mir sind einige Unterschiede aufgefallen:
– Hier habe ich einen Stundenplan, der sich ändert ( 4 Perioden)
– Viele Esten sind oft während des Unterrichts am Handy, was von den meisten Lehrer gewilligt wird (auch sind die Esten sonst sehr oft am Handy 🙂 technikvernarrtes Estland…
– Ich habe hier Noten von 0-5 (wobei 5 das beste ist, ab einer 2 ist man durchgefallen)
– An meiner Schule ( so wie an den meisten estnischen Schulen) stellt die Schule kostenloses Essen zur Verfügung ( jedoch hat man nur 20 Minuten Zeit um zu essen)
– Die Schule übernimmt die Kosten für den Schulweg (es gibt eine Schülerkarte mit der man kostenlos hin- und zurück fahren kann)
– Das Maximum an Schülern in einer Klasse beträgt 35
– Viele estnischen Schulen haben einen Schulhut ( der aber nur an besondern Anlässen getragen wird) oder einen Ring
– Esten melden sich nicht besonders oft ( wobei die Lehrer jetzt auch nicht viel fragen…) und es kommt selten vor, dass sich jemand freiwillig meldet
Spezielle Schultage:
1. Schultag: Die Schule beginnt offiziell in ganz Estland am 1. September
Formell gekleidet ( schwarz oder weiss) kommt man zur Schule, auch ist es nichts ungewöhnliches den Lehrern Blumen zu geben.
– Lehrertag: 12-Klässler verkleiden sich als Lehrer und geben Unterricht

Technik 
– Die estnische ID ist nicht nur gut um sich auszuweisen, elektronisch können da auch Rezepte darauf geladen werden. Auch kann man die ID mit dem Computer verbinden und z.B seinen Kontostand checken
Auch kaufen viele die Bustickekts oder Parktickets online,
Ekool: Viele estnische Schulen benutzen eine App namens ekool. Hier kann man die Hausaufgaben sehen, die Noten, Tests, Eltern können Entschuldigen reinschreiben, ausserdem kann man diverse Lernmaterialen abrufen.
Hier ein Bild von meinem e-kool Profil

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Estnisches Essen
Kartoffeln werden hier oft gegessen, manchmal mit einer Sosse oder Sauerkraut. Viele Esten essen sehr gerne und viel Fleisch, dass ich kein Fleisch esse, ist jedoch kein Problem. 🙂 als Vegetarier findet man immer was zum Essen.
Viele Esten essen gerne ,, Kohuke“, als Snack oder Dessert. Die Füllung besteht aus Quark (wobei je nach Sorte was hinzufügt wird) und ist mit Schokolade überzogen. Zum Frühstück essen viele Esten ,, putru“, eine Art Reisbrei (es wird meistens mit Marmelade oder Butter gegessen…) Auch ist es hier nichts Ungewöhnliches im Winter Eis zu essen.

Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, doch dieser Blogeintrag ist schon lang geworden.

Das wars jetzt erstmal von mir.

Tsau

Anna