YFU Switzerland

snøhuletur (schneehoehlentour)

Am Wochenende war ich auf Schneehoelentour mit YFU. Zuerst habe ich mich gar nicht so sehr gefreut, weil fuer mich zuerst eine ca. 7 stuendige Zugreise bevorstand und das ganze auch nicht gerade billig war…Jetzt liege ich zu Hause im Bett (aus Schule ist Heute nichts geworden…meine Gastmutter hat zwar versucht mich zu wecken, dann aber aufgegeben) und wuerde am liebsten wieder zurueck.

Also, aber mal von vorne; am Freitagmorgen nahm ich zuerst den Zug nach Oslo, wo ich Clementine getroffen habe und dann gings weiter nach Alvdal, weiter noerdlich in Norwegen…Dort traffen 6 weitere Austauschschueler und unsere Leiter.

Von Freitag auf Samstag uebernachteten wir in einer Schule auf dem Boden, wir schliefen aber nicht sonderlich lange…

Am Samstag machten wir uns auf den Weg zu dem Ort wo wir Schneehoelen bauen sollten. Es war eine richtige Materialschlacht, jeder von uns hatte einen extrem schweren Rucksack, Skier, und Stoecke. Unsere Leiter hatten zusatzlich das ganze Essen.

Dann gings erstmal mit den Langlaufskiern etwa 5 Kilometer sanft den Berg hoch. Mit einem extrem schweren Rucksack ist das gar nicht so leicht.

Bei dem Platz angekommen fingen wir an die Schneehoelen zu bauen. Schon nach ein paar Minuten wurde uns bewusst, dass wir erstens noch ewig weiter graben muessen und dass wir am Abend fertig sein werden.

Nach ca. 7 Stunden graben waren wir alle nass bis auf die Unterwaesche und wirklich am Ende der Kraefte. Aber nach dem Abendessen ging es schon wieder weiter mit graben…

Uns wurde immer kaelter und kaelter, das Gefuehl in den Haenden und Fuessen war sowieso schon lange weg und wir waren alle leicht unterkuehlt, was dazu fuehrt, dass man ein bisschen komisch wird (man koennte das vielleicht mit einem leicht betrunkenen Zustand vergleichen:P) und wir lachten ab allem und redeten nur noch komisches Zeugs…Irgendwann gingen wir dann ans Feuer, warmten uns auf und zogen trockene Kleider an…

Danach brieten wir Wuerstchen und Marshmellows ueber dem Feuer und lachten und redeten…

Geschlafen haben wir in dieser Nacht wirklich nicht viel, erstens gab es viel zu viel worueber man reden konnte und zweitens schliefen wir in einer Schneehoehle, es war kalt, hart und ungewohnt…Wir schliefen nie wirklich richtig tief und erwachten ab jedem kleinen Geraeusch…

Am naechsten Morgen gab es Nugatti (norwegisches Nuttella) und Wuerstchen zum Fruehstueck, dann wurde zusammengepackt, die Fuesse in die eingefrorenen Schuehe gesteckt und dann gings schon zurueck zum Bahnhof wo wir alle noch 5 Stunden auf unsere Zuege warten mussten. Diese vergingen jedoch wie im Flug und der Abschied von anderen Austauschschuelern ist immer sehr traurig, irgendwie bilden sich so extrem gute Freundschaften zwischen uns, auch wenn wir uns nur vielleicht 5 Tage in unserem ganzen Leben gesehen haben.

Die Zugfahrt nach Hause haben wir mehrheitlich auf dem Boden verbracht, der Zug war irgendwie zu voll… Nach einer Ewigkeit war ich dann etwa um 1 Uhr in der Nacht wieder zu Hause wo ich wie tot ins Bett gefallen bin.

Es waren 3 wunderwunderschoene Tage, ich habe so viel gelacht und geredet (meine Stimme ist nur noch ein leises Piepsen) und so unglaublich viel Spass gehabt. Ich will eigentlich nur noch zu den anderen zurueck, wie jedes Mal nach einem Wochenende mit anderen Austauschschuelern…

Und an die Austauschschueler, die naechstes Jahr nach Norwegen gehen, geht auf diese Schneehoehlentour, es lohnt sich!!!

Anna