YFU Switzerland

Criolla

                      Mein Wochenende

Am Samstag  war noch nicht so viel zu spühren von Rodeo, Gauchos und Pferden. Es gab zwar schon einige Gauchos mehr als sonst in der Strasse aber wenn man nicht wusste, was weiter draussen im Campo vor sich geht wusste man von nichts. Nach einem guten Asado (mit morsilla, das ist eine Blutwurst, die echt gut ist), ein bischen mehr Schlaf und einer guten Packung guter Laune ging es in der Samstag Nacht (schon Sonntag XD) ab an die Baile des Criollas. Jah, viel viel Cumbia, eine Live Band und gaanz viele Leute. Hauptsächlich Gauchos waren vorzufinden. In der Schweiz würde man so nur an der Fasnacht in eine „Disco“ – „Baile“ gehen, doch hier ist das nochrmal.

Getanzt wurde bis am Sonntag morgen früh. Ich verabschiedete mich so gegen 5 Uhr  um noch ein wenig schlafen zu können. Zu Hause angekommen gönnte ich mir zwei Stunden Schlaf. Danach ging es wieder gestärkt mit einem Kaffee und Ananas auf zu dem Haus meines Onkels. Dort putzte ich mein Pferd, kleidete mich noch richtig ein und ritt dann bis an den Dorfanfang, wo soch alle für den Umzug mit ihren Pferden versammelten. Ja es hiess einmal es geht um 9 Uhr los. Zum Glück wusste ich von meiner Mutter, dass es erst um 10 Uhr wirklich interessant wird und es war auch so. Um 10 Uhr trudelten auch die Fahnenträger und die Frauen in den Langen Kleidern ein. Bis dann aber noch die Strasse für die ca 300 Pferde gereumt war verging nochmals eine Stunde und wir starteten um 11 Uhr mit dem Umzug durch das ganze Dorf. In einer dreier Kolonne ritten wir in einem guten Schritt an einigen hundert Zuschauern vorbei. Es war sehr eindrücklich.

Nachdem ich mein Pferd wieder zurückgebracht hatte und ein gutes Mittagessen zu mir genommen hatte, ging es weiter zum Criolla. Um einen riesigen Platz versammelten sich die Leute um den Gauchos zuzusehen. Es wurden immer 3 junge Pferde hereingeführt und an Pfähle gebunden. Dort wurden ihen die Augen verbunden und sie wurden so hingestellt, dass sie gleich losrennen konnten. Die Gauchos stiegen auf (was nicht immer so einfach war, da sich die schlaueren Pferde auf den Boden legten) und auf ihr Zeichen ging der Ritt los. Der, der beste Ritt zeigte in der vorgegebenen Zeit und nicht schon vorher runterviel gewann ein neues Auto. Während die Gauchos die Pferde nicht brauchten gab es immer wieder eine Gelegenheit einen Ausritt auf den Pferden zu machen.  Ich verbrachte am Nachmittag so weitere 3 Stunden auf 4 verschiedenen Pferden. Es war sehr lustig,  heiss und sehr ermüdend. Es war mein erster Tag, andem ich sage konnte, ich bin müde vom Reiten in Uruguay.