YFU Switzerland

Pfadichrömli ond Fasnachtschüechli

Hallihallo!
Wie ich es euch versprochen habe, kommt vor dem Hawaiitrip noch ein Eintrag. Und ja, es ist gut möglich, dass ich über dem Pazifik bin während ich dies hier schreibe xD. Jedenfalls kommt hier mein Update für die letzten eineinhalb Monate.
Ich bin nun offiziell Teil des Nation Ford Women Lacrosse JV Team! JV steht für Junior Varsity und ist so etwas wie das B-Team während das Varsity Team aus den Besten der Schule besteht. Momentan spiele ich Verteidigung und Torhüter, was mir sehr gefällt. Das Wetter hier ist nun bereits so warm,, dass wir jeweils in kurzen Hosen trainieren können (ich wünsche mir beinahe die kalten Januartage zurück wo wir alle kalt waren anstatt so heiss zu sein) Ich werde mich allerdings nicht beklagen, ich liebe das Klima hier! Die einzige Schattenseite des Sportes ist der Zeitaufwand. Training ist jeweils nach der Schule für zwei Stunden. Das stört mich nicht wirklich, da wir jeweils bevor vier Uhr Schluss machen und ich nicht viele Hausaufgaben habe (im Unterschied zum letzten Semester). Nur überschneidet sich das Training mit meinen wöchentlichen Robotikmeetings. Die Trainerin ist einverstanden, dass ich jeweils donnerstags fehle, aber die Lösung ist nicht perfekt. Dafür kann ich sicherlich nicht über Langeweile klagen! Im letzten Monat waren wir mit unserem Roboter an zwei weiteren Wettkämpfen, jeweils gute aber fordernde Samstage. Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen, unser Team für die Staatsmeisterschaften zu qualifizieren, aber während ich das am Schreiben bin, sind die anderen an unserem letzten Versuch es doch noch zu schaffen (der Wettkampf findet in Columbia, der Hauptstadt, statt). Unsere Chancen stehen nicht zu schlecht, da wir viel von den anderen lernen konnten und ein anderes Team unserer Schule, welches dieses Wochenende auch teilnehmen wird, war einer Qualifikation letzte Woche extrem nahe.  Ich drücke die Daumen! Die letzten beiden Male rundeten wir den Samstag mit einem Besuch bei DQ (Dairy Queen, „Milchproduktekönigin“) ab, wo ich mich in den Blizzard verliebte. Es ist ein gefrorenes Dessert, von der Konsistenz her vergleichbar mit einem McFlurry, etwas dickflüssiger, in diversen Geschmacksrichtungen. DQ wirbt damit, dass man sie auf den Kopf stellen kann wenn sie kommen und uns gefiel es das auch zu überprüfen.
Wie ihr sicher aus den Texten entnehmen könnt, gefällt es mir extrem gut hier in den Staaten und ich konnte es kaum glauben, als wir vor einigen Wochen das Halbjahrestreffen von YFU hatten. Ich traf dort nochmals neue Leute, die im Herbst an einem anderen Orientierungstreffen gewesen waren. Zwei davon leben in Columbia; ich hoffe, dass ich die Gelegenheit haben werde, sie dort mal besuchen zu gehen (die Ironie entgeht mir nicht, wie nahe ich war, sie heute zu sehen).
Mit der Jahreszeit haben sich auch die Sportarten gewechselt, die gespielt werden (wie zum Beispiel Lacrosse als ein Frühlingssport). Daher hatte ich die Möglichkeit, ein Basketballspiel (Winter) der Schule zu sehen (wir haben ein gutes Team, es macht Freude deren Spiele zu sehen) und auch Teil eines Softballspieles (Frühling) meiner Freundin. Obwohl ich wusste, dass Sport an den Schulen hier gross ist, erstaunte es mich wieder, wie viele Leute nach der Schule auf dem Arial blieben und diverse Sportarten trainierten. Es fühlt sich zum Teil an als ob ein Achtel der Schule dort bleibt. Auf meiner Agenda von Matches, die ich schauen möchte, sind: Softball (ein ganzes Spiel), Boys Lacrosse (welches einige grundlegende Unterschiede zum Women’s Lacrosse hat) und Leichtathletik. Mein Ziel ist es auch, ein Baseballspiel in einem Stadium zu schauen. Da Dad ein riesiger Baseballfan ist, ist dies nicht zu unwahrscheinlich J. Es ist mir jedenfalls schon gelungen ein Eishockeyspiel zu sehen. Es war ein gutes Spiel, die Checkers von Charlotte (unser Team) gewann. Vergleichbar zu den Matches in Olten sind die amerikanischen etwas lauter und eine Schlägerei gehört zu einem guten Spiel dazu.
Und damit sind wir schon mitten im Februar, an dem Zeitpunkt, als die 

Schweiz im Fasnachtsfieber war. In Übersee war das leider kein Thema, daher war die Musik aus zweiter Hand (an dieser Stelle, danke Heinz), die Fasnachtschüechli selbstgemacht (was nicht so schwierig war wie ich befürchtet hatte, allerdings waren die helfenden Hände einer Freundin bitter nötig, sonst wäre ich mit Ausrollen und Frittieren schlichtwegs nicht nachgekommen) und gestern Abend hatte ich die Freude ein Packet auszupacken und Konfetti!! Und andere Fasnachtsartikel zu entdecken! Danke Gotti <3! Mit all dieser Hilfe war meine Fasnacht dieses Jahr beinahe so gut wie zuhause. Dafür werden hier zurzeit Girl Scout Cookies verkauft, meine Schwester machte da auch mit und verkaufte einige Packungen von Tür zu Tür. Zuhause hatten wir (beinahe) alle Sorten und ich probierte fleissig! Favoriten: die Samoas (Caramel, Kokos und Schokolade) und die Tagalongs (Keks, Erdnussbutter und Schokolade).

 

 

Und nun ist mein Flug beinahe zu Ende. Ich freue mich riesig auf diese Woche und hoffe, dass der Jetlag nicht allzu gross ist (5h Zeitunterschied zu Fort Mill -> 11h zur Schweiz!) Es machte mich sprachlos zu sehen, dass meine Reise nach Hawaii (immer noch im Lande) länger dauerte als der Flug anfangs Austauschjahr!

Bleibt dran, (hoffentlich) wird es am nächsten Wochenende wieder Neues geben.
Aloha! Eure Anita

 

Ps. Schreiben und Uploaden war eventuell nicht am gleichen Tag 😉