YFU Switzerland

High School – was ist das nun schon wieder?

Es war einmal ein Mädchen, dessen grösster Traum es war einmal an eine High School zu gehen. Einige Jahre später war aus dem Mädchen ein Teenager geworden, der kurz davor stand, diesen Traum zu leben. Doch um ehrlich zu sein, an diesem Punkt wusste ich nicht zu viel darüber, wie es an einer High School tatsächlich sein würde. Nach einem Jahr hat sich das nun geändert und ich möchte mein neu gewonnenes Wissen mit euch teilen (an Diejenige, die nicht am Schulsystem interessiert sind: Überspringt einfach den nächsten Paragraf).

Das Schulsystem in den Staaten besteht aus drei Teilen: Elementary School, Middle School und High School. Einige Merkmale sind die gleichen für alle drei Schulen, zum Beispiel, dass die Kinder über den Mittag nicht nach Hause gehen. Entweder haben sie einen Lunch von zuhause dabei oder kaufen ihn in der schuleigenen Kantine. Die Schulen stellen auch Frühstück zur Verfügung und je nach familiären Einkommen können die Kosten (von einigen Dollar) vom Staat übernommen werden. Äusserst typisch für amerikanische Schulen sind ihre ausserschulischen Aktivitäten und die Maskottchen. Die Klubs variieren von komplett vergnüglichen wie zum Beispiel ein Frisbee- oder Musikclub über politische (an den höheren Schulen) wie zum Beispiel die Jungen Demokraten/Republikaner oder im allgemeinen die Schülervertretung, bis hin zu akademischen (Mathematikclub oder einen, der „akademische Challenges“ genannt wird) oder widerum andere, die auf Freiwilligenarbeit aufgebaut sind. Die Anzahl der Treffen sind so verschieden wie Clubs, manche einmal pro Monat, andere mehrmals pro Woche. Normalerweise sind diese dann nach der Schule, aber es hat auch solche, die während der Mittagspause abgehalten werden. Doch so verschieden diese auch sind, haben sie doch eine Gemeinsamkeit: Sie fördern den Zusammenhalt und die Identifizierung mit der Schule, was ebenfalls mit diversen Events (wie zum Beispiel Footballspielen) und einem Schulmaskottchen unterstützt wird. In meinem Falle ist es ein Falke, meine Geschwister haben eine Wespe (Middle School) und einen Hai (Elementary). Zum Thema Elementary School…
Die Elementary School ist sehr vergleichbar mit den Primarschulen in der Schweiz. In den Schulen meiner Stadt sind es fünf Jahre (es können ebenfalls sechs sein), in denen die Kinder hauptsächlich bei einer Lehrperson unterrichtet werden; der Unterrichtsplan ist alleine von der Schule festgelegt und die SuS (Schüler und Schülerinnen) haben keinerlei Wahlmöglichkeiten.
Dies ändert sich in der Middle School. Drei von den acht Fächern können von den SuS selber festgelegt werden (zwei wenn der- oder diejenige sich für Band entscheidet). Abgesehen von einem Fach bleibt der tägliche Stundenplan derselbe für das ganze Jahr. In dieser Schule haben sie nun auch zum ersten Mal die Möglichkeit, nach der Schule einer Sportart an der Schule nachzugehen. Diese sind allerdings noch nicht so intensiv wie wann sie dann etwas älter sind.
An der High School werden diese dann grossgeschrieben. Es scheint als ob jede/r zweite sich in einer Art und Weise sportlich betätigt. Diese sind dann nach der Schule, manche direkt, andere etwas später, je nach Platzangebot. Was für mich neu war, war die Tatsache, dass alle Sportarten jeweils eine Jahreszeit lang sind, das heisst, der Footballquarterback kann ebenfalls Basketball und Lacrosse spielen, da sich die Saisons (Herbst, Winter und Frühling) kaum überschneiden. Es gibt Vereine, die nicht mit der Schule verbunden sind und den Sport das ganze Jahr über betreiben, doch diese sind eher selten, was ein ziemlich grosser Unterschied zur Schweiz darstellt. Das Notensystem ist ebenfalls anders wie dasjenige, was ich mir von zuhause her gewohnt bin. Das Ganze ist auf einem Prozentsatz aufgebaut, was heisst, wenn man 48/50 Fragen richtig beantwortet, bekommt man eine 96. Dies wird dann umgewandelt in Buchstaben. Die ersten zehn Prozent Abzug resultieren in einem A, der höchsten Note in meiner Schule (andere haben noch ein plus oder minus angehängt, dieses zeigt ob man in der oberen oder unteren Hälfte ist (die 96 würde zum Beispiel eine A+ geben). Dieses System wird dann für alle die verschiedenen Klassen angewendet, dessen Angebot wesentlich grösser ist als das in der Schweiz. Die uns gewohnten Fächer wie Mathematik, Geschichte und Fremdfächer (an meiner Schule lediglich Spanisch und Französisch) werden genauso oft gewählt wie die exotischeren, zum Beispiel Automechanik, Töpfern, Kindererziehung, Tiermedizin oder Tanz. Die letzteren sind sogenannte „Electives“, solche, die man wählen kann, aber nicht absolviert haben muss, um die Schule abzuschliessen. Für die anderen gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen. Nehmen wir zum Beispiel Mathematik: An meiner Schule muss man mindestens vier Mathematik „Credits“ haben. Diese bekommt man wenn man eine Klasse mit einem genügenden Notenschnitt abschliesst (60/D oder höher). Deren Schwierigkeitsgrad spielt allerdings keine Rolle, die Schüler können selber wählen wie fordernd ihr Unterricht sein soll (man sollte ebenfalls im Hinterkopf behalten, dass die SuS vom Level Sek B bis hin zur Kanti alle zur gleichen Schule gehen). Es gibt zwar einen Durchschnittspfad, den man wählen kann, aber es wesentlich mehr als vier Wahlmöglichkeiten. Dies ermöglicht es den SuS, die Fächer ihren Stärken und Schwächen anzupassen. Ebenfalls ist es wesentlich schwieriger, jemanden aufgrund derer Intelligenz in eine Schublade zu stecken, da es diese Ebenen nicht wirklich gibt und jeder in verschiedenen Klassen ist, was mir gefiel. Viele Fächer(wie zum Beispiel Englisch 3) gibt es dann in verschiedenen Levels, an meiner Schule namentlich CP (College Preparation, Collegevorbereitung), H (Honors, „Ehre“) oder AP (Advanced Placement, spezielle Platzierung, dessen „Credits“ normalerweise auch für das College gültig sind). Und wenn das Thema College gerade zur Sprache kommt…
Nach der High School geht es für die Meisten ans College, oder Universität, es werden hier beide Begriffe für dasselbe benutzt. Die nun frisch Erwachsenen bleiben dort von zwei (für Berufe wie zum Beispiel Techniker oder Krankenhauspersonal) bis hin zu acht oder mehr Jahren (für z.B. Arzt oder Anwalt) je nach Komplexität. Es gibt auch Leute, welche nicht ans College gehen und stattdessen eine Lehre anfangen, dies ist allerdings nicht die Norm. Diese lernen dann Berufe wie zum Beispiel Hausverkäufer oder Gefängniswärter.
Diese verschiedenen Schulen hören sich sehr theoretisch an, doch mithilfe von Hollywood kann man es sich noch etwas besser verbildlichen. Beispiele von Fernsehserien, die sich in diesen abspielen, sind (nach Reihenfolge): Die Simpson, Neds Ultimativer Schulwahnsinn, Kim Possible (was tatsächlich grossen Einfluss auf meine Entscheidung hatte, nach Amerika zu gehen) und The Big Bang Theory. Doch ich bin mir sicher, ihr habt nun genug Informatives gelesen und die Anderen fragen sich wohl schon, wann dieser Paragraph endlich aufhört (ich muss zugeben, ich dachte nicht, dass er so lange werden würde), daher wechsle ich nun zu meinen persönlichen Erlebnissen an meiner High School.

Wie ihr bereits in vorherigen Einträgen mit verfolgen konntet, ging ich im Herbst zu Homecoming, einem Ball. Im Frühling gab es nun einen zweiten, der, im Kontrast zum ersten, nur für die beiden älteren Jahrgänge war und noch ein grösseres Ereignis im amerikanischen Teenagerleben darstellt. Die Rede ist von Prom. Für viele ist dieses mit monatelangem Planen verbunden und es werden keine Mühen gescheut, an diesem Abend so blendend wie nur irgendwie möglich auszusehen, auch, wenn dies mit eher grösseren Kosten verbunden ist. Ich meinerseits fand mein Kleid (übrigens im genau gleichen Farbton wie dasjenige vom Herbst) im ersten Laden und die Änderungen (Anpassung der Länge) wurden vom Grosi übernommen; sie war gerade zu BesuchJ. Für Makeup und Frisur des grossen Abends konnte ich auf die gekonnten Hände meiner Gastmutter vertrauen, was ebenfalls eine Wiederholung des letzten Herbstes darstellte. Im späteren Nachmittag traf ich mich dann mit meinen Freundinnen in der nächsten Stadt, um dort die obligatorischen Fotos zu machen. Als wir dort zu einem Ende kamen, wartete eine riesige Überraschung auf uns: Die Eltern meiner Freundin hatten eine Limousine für uns organisiert!! Sie meinten, dass sie für uns (drei von den fünf waren Austauschschülerinnen) die Promnacht so amerikanisch wie möglich gestalten und ebenfalls ihre Tochter nicht in den Verkehr dieser Nacht schicken wollten. Ich war sprachlos und konnte mein Glück kaum fassen. Wir stiegen ein und der Chauffeur brachte uns zu einem italienischen Restaurant, bevor es dann zum Tanz selber ging. Wir tanzten zu schnelleren Songs wie „Cupid Shuffle“ (einer meiner Favoriten), „Party in the USA“, und langsameren wie „Perfect“. Die Zeit verging wie im Flug und kurz vor Mitternacht gingen wir zu einer Freundin nach Hause, assen viel zu viele Snacks, spielten in der dunklen Garage Bowling (mit Leuchtstäbchen) und starteten um etwa drei Uhr den Film „Baywatch“. Den beendeten wir allerdings nach einer halben Stunde, da nur noch zwei von uns wach waren. Alles in allem einer meiner besten Nächte meines Lebens (bis jetzt). Eine weitere äusserst amerikanische Erfahrung ist meine Spielzeit im Lacrosseteam der Schule. Da ich bereits in vorherigen Einträgen davon geschrieben habe, halte ich mich kurz. Mit dem frühen Start der Saison Ende Januar (wir trainierten draussen nach der Schule, am Anfang ziemlich tiefgefroren danach) endeten wir (das JV-Team) während den Frühlingsferien im April. Mir gefiel der Sport mit der Kombination aus Teamsport und Ausdauer sehr und ich hoffe, dass ich die Gelegenheit haben werde, es wieder auszuüben. Neben den Sportarten sind – wie bereits weiter oben erwähnt – die Clubs ein wichtiger Bestandteil. Während meines Jahres hier war ich in folgenden (in manchen aktiver als in anderen): Robotik, International Club, dem Buchclub, Musikclub und Mu Alpha Theta, einem Mathematikclub. Robotik war bei weitem meine Lieblingsgruppe, verbrachte ich doch wöchentlich mehrere Stunden mit ihnen und an Wettkampftagen sogar ganze Samstage. Ich liebte die Komplexität der Sache, wenn gleichzeitig jeder Neuling (wie zum Beispiel die Austauschschülerin) bereits beim ersten Mal mit anpacken kann. Obwohl ich nicht, wie ich zuerst dachte, als Progammierin, sondern als Konstrukteurin endete, packte mich diese neue Perspektive ebenfalls. Es braucht ebenso viel praktisches Denken wie Kreativität um einen guten Roboter zu entwickeln. Meinem Team geling dies so gut, dass wir uns zusammen mit einem zweiten Team von unserer Schule für die Staatsmeisterschaften qualifizierten. Dort waren die Resultate nicht mehr besonders herausragend, doch bereits die Möglichkeit, dort teilzunehmen und die anderen Roboter zu sehen, machten die Mühen mehr als wett. Zurückblickend hatten Robotik und die dazugehörenden Wissenschaften dahinter einen grossen Eindruck auf mich. Auch hier hoffe ich sehr, irgendwie wieder zu Programmieren oder Robotern zurückfinden zu können und ich werde die Freunde und die Roboter äusserst vermissen.

An diesem Zeitpunkt könnte ich noch einmal so viel schreiben um nur ansatzweise zu beschreiben, was ich in diesem Schuljahr alles erlebte. Ich bin wirklich dankbar, dass sich diese unglaubliche Gelegenheit für mich ergeben hat und werde wehmütig daran zurückdenken, wenn ich nach den Sommerferien die (hauptsächlich) vergnüglichen Fächer wieder gegen den Kantialltag eintauschen werde. Nun geniesse ich allerdings noch die einmalig langen Sommerferien (seit Ende Mai bis Mitte August), bevor es dann bereits wieder zurück in die Schweiz geht.

Bis (sehr) bald!
Eure Anita

 

P.S. Als Abschluss habe ich euch hier ein Bild von meinem letzten Töpferprojekt (natürlich habe ich mir diese Gelegenheit nicht durch die Hände rinnen lassen wollen). Es ist ein Teekrug, der nun gebrannt, glasiert (dunkelblau und leuchtend rot) und bereit ist, bei der Familie meiner besten Freundin ein neues Zuhause zu finden.

Aloha Hawaii!

Aloha!

Vermehrtes Nachfragen und neugierige Verwandten erinnerten mich daran, dass dieser Blogeintrag nun (schon seit längerem) überfällig ist. Obwohl es nun schon eine Weile her ist, seitdem ich eine Woche auf einer Insel mitten im Pazifik verbrachte, habe ich die Erinnerungen und Bilder immer noch klar vor Augen.
Es begann alles mit einem elfstündigen Flug mit Stop in Phönix, Arizona. Zur Veranschaulichung: Mein Transatlantikflug war acht Stunden; und ich verliess nicht einmal das Land! Jedenfalls vertrieb ich mir mit diversen Filmen (und mit Schreiben des vorherigen Eintrages) die Zeit und schon landete der Flieger in Honolulu auf Oahu. Im Flughafen hörte ich dann zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einen Berner Dialekt! Die Freude war gross 🙂 Im Gesamten traf ich vier andere Schweizer auf dem Trip, was mehr war als ich mir erhoffte. Daneben war die Gruppe von Deutschen dominiert: Sie machten über einen Drittel (von der beinahe 60-köpfigen) Gruppe aus. Ausserdem hatte es auch viele Nordländer – vorwiegend Norweger – und der Rest war (mit Ausnahme eines Japaners und eines Amerikaners) Mitteleuropäer.
Am nächsten Morgen ging es dann direkt zum Strand, der nur einige Minuten (zu Fuss) vom Hotel entfernt war. Wir genossen den Tag in der Sonne, ich probierte mein erstes „Shaved Ice“ – eine hawaiische Spezialität – und am Nachmittag gab es eine Katamarantour. Auf dem Schiff versuchten diverse einen Ton aus einem Muschelhorn zu kitzeln – manche mit mehr, andere (ich) mit weniger Erfolg. Das Aussergewöhnlichste waren allerdings die Wale, die wir in der Ferne erblicken konnten.
Die neue Woche startete grossartig: Wir fuhren zur nördlichen Seite der Insel und bekamen Surfunterricht! Dabei lernte ich (oh Wunder) diverse Dinge: Das Aufstehen ist nicht so schwer wie man sich das vorstellt, das Stehen bleiben ist das Trickreiche; das Wasser muss nicht sehr tief sein, damit man surfen kann (sie sagten uns sogar, dass wir möglichst flach (ergo Rücken/Bauch) fallen sollten, da das Meer dort weniger als einen Meter tief sei und die Steine scharf seien); es gibt nicht nur Steine dort unten (per Zufall berührte einen Seeigel, der mir gerade einen seiner Stacheln schenkte); und das Anstrengendste ist nicht das Surfen selber, sondern das Hinauspaddeln. Trotzdem gefiel mir das Surfen sehr und nach der Lektion gab ich das Surfboard nur widerwillig wieder zurück. Die Aussicht auf den Besuch im polynesischen Kulturzentrum machte es aber mehr als wieder wett. Dort sahen wir verschiedene Shows und konnten uns selber an einem Hulatanz versuchen. Diese – so lernte ich – erzählen jeweils eine Geschichte und haben die typischen Hula-Bewegungen zwischen den einzelnen Elementen. 
Am nächsten Tag lernten wir auch noch etwas über die Geschichte Hawaiis während einer Stadtführung. Wir sahen einen der zwei Palästen im US-amerikanischen Territorium, deren Staatsgebäude, welches wie ein Vulkan aufgebaut ist (innen nach oben offen, von Wasser umgeben und die Struktur der Wände erinnert an Gestein) und das Hawaii Five-O Hauptgebäude (welches ich nicht erkannt hätte xD; fand ich allerdings besser als das einiger der Übereifrigen, die bereits den Palast als das Hauptquartier erkennen wollten). Den Nachmittag verbrachten wir nochmals am Strand, einem privaten dieses Mal, was ebenfalls herrlich war (obwohl die Wellen so hoch waren, dass ich nicht komplett ins Wasser ging).
Mittwochs war besonders der Morgen erinnerungswürdig: Wir besuchten Pearl Harbor, den Ort, wo Japaner Bomben auf den Hafen warfen und damit USAs Einzug in den zweiten Weltkrieg markierten. Ein kleines Boot brachte uns nach einem Film noch raus zum Memorial, welches sie auf der USS Arizona (einem Kriegsschiff, das an diesem Tag sank) errichtet hatten. Obwohl ich wusste, dass dort ein Schiff lag(inklusiv der Mitglieder, die an diesem Tag in den Tod gerissen wurden), erschütterte es mich doch, als ich Teile des Schiffes aus dem Wasser ragen sah. Ich dachte mir, es läge tiefer. Die eher tristen Gedanken wurden allerdings am Nachmittag wieder aufgehellt, als wir zuerst einen Flohmarkt und später noch ein Einkaufszentrum besuchten. Dort assen wir im Restaurant „Bubba Gump Shrimp Co“, was alles eine grosse Anspielung auf den Film „Forrest Gump“ war. Da ich den Film nie gesehen hatte, blieben mir viele Bezüge allerdings ein Rätsel.
Donnerstag war ein aktiver Tag: Am frühen Morgen nahm ich an der freiwilligen Yogalektion am Strand teil bevor wir dann mit einem öffentlichen Bus (ÖV! Fühlte mich gerade der Schweiz etwas näher, trotz den elf Stunden Zeitunterschied) zum Diamond Head zu fahren, einem alten Vulkankrater. Wir wanderten unabhängig zur Spitze und genossen die kilometerweite Aussicht. Der Abstieg war etwas geeilt doch glücklicherweise hatten sie am Fusse gewartet bis auch die Letzten wieder dort waren. Den Nachmittag hatten wir zu freier Verfügung, den ich und einige andere damit verbrachten, nochmals zu surfen; dieses Mal ohne gestochen zu werden, dafür mit mehr Gelegenheiten, da die Gruppe kleiner war.
Den zweitletzten Tag verbrachten wir in einer wunderschönen Bucht, wo wir Gelegenheit hatten zu schnorcheln und den hawaiischen Staatsfisch, den Humuhumunukunuku apua a (oder, auf deutsch, Diamant-Picassodrückerfisch oder Humudrückerfisch) zu entdecken. 

Und um die geniale Woche grandios abzuschliessen nahmen wir am Abend an einem Lu’au teil, einem grossen hawaiischen Fest. Wir bekamen bunte Tattoos, ein Blumenarmband und als es dunkel wurde, begann die Show. Sie bestand aus vielen Darbietungen, einige, die einfach sangen, viele, die tanzten und sogar eine mit Feuer! 
Und am nächsten Morgen hiess es auch schon wieder „aloha“ (was nicht nur „Hallo“, sondern auch „Auf Wiedersehen“ und „ich liebe dich“ heisst) zu unseren Freunden (bei einigen sogar schon am Abend zuvor, da deren Flieger sehr früh war). Ich hatte das Glück zusammen mit zweien, mit denen ich einen grossen Teil der Woche verbracht hatte, nach Los Angeles zu fliegen. Dort ass ich um 10 Uhr (oder 7, je nach Zeitzone) zu Abend bevor ich dann um Mitternacht in mein letztes Flugzeug stieg (zur Anmerkung: Schlafen im Flieger ist noch anstrengender als Schlafen im Car). Und damit ging eine einzigartige Woche zu Ende, was noch besser war beim Gedanken, dass meine restlichen Freunde sie in der Schule verbrachten 🙂

 

Aloha
eure Anita

Ps. Dieses Mal gebe ich keine Andeutungen wann der nächste Eintrag kommt, da es wahrscheinlich eh nicht so eintreffen wird xD. Danke fürs Ausharren und bis bald!

PPs. Es gibt bereits einige Einträge über Hawaii, deshalb danke an alle die nicht zur Familie gehören und es trotzdem gelesen haben 🙂

Pfadichrömli ond Fasnachtschüechli

Hallihallo!
Wie ich es euch versprochen habe, kommt vor dem Hawaiitrip noch ein Eintrag. Und ja, es ist gut möglich, dass ich über dem Pazifik bin während ich dies hier schreibe xD. Jedenfalls kommt hier mein Update für die letzten eineinhalb Monate.
Ich bin nun offiziell Teil des Nation Ford Women Lacrosse JV Team! JV steht für Junior Varsity und ist so etwas wie das B-Team während das Varsity Team aus den Besten der Schule besteht. Momentan spiele ich Verteidigung und Torhüter, was mir sehr gefällt. Das Wetter hier ist nun bereits so warm,, dass wir jeweils in kurzen Hosen trainieren können (ich wünsche mir beinahe die kalten Januartage zurück wo wir alle kalt waren anstatt so heiss zu sein) Ich werde mich allerdings nicht beklagen, ich liebe das Klima hier! Die einzige Schattenseite des Sportes ist der Zeitaufwand. Training ist jeweils nach der Schule für zwei Stunden. Das stört mich nicht wirklich, da wir jeweils bevor vier Uhr Schluss machen und ich nicht viele Hausaufgaben habe (im Unterschied zum letzten Semester). Nur überschneidet sich das Training mit meinen wöchentlichen Robotikmeetings. Die Trainerin ist einverstanden, dass ich jeweils donnerstags fehle, aber die Lösung ist nicht perfekt. Dafür kann ich sicherlich nicht über Langeweile klagen! Im letzten Monat waren wir mit unserem Roboter an zwei weiteren Wettkämpfen, jeweils gute aber fordernde Samstage. Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen, unser Team für die Staatsmeisterschaften zu qualifizieren, aber während ich das am Schreiben bin, sind die anderen an unserem letzten Versuch es doch noch zu schaffen (der Wettkampf findet in Columbia, der Hauptstadt, statt). Unsere Chancen stehen nicht zu schlecht, da wir viel von den anderen lernen konnten und ein anderes Team unserer Schule, welches dieses Wochenende auch teilnehmen wird, war einer Qualifikation letzte Woche extrem nahe.  Ich drücke die Daumen! Die letzten beiden Male rundeten wir den Samstag mit einem Besuch bei DQ (Dairy Queen, „Milchproduktekönigin“) ab, wo ich mich in den Blizzard verliebte. Es ist ein gefrorenes Dessert, von der Konsistenz her vergleichbar mit einem McFlurry, etwas dickflüssiger, in diversen Geschmacksrichtungen. DQ wirbt damit, dass man sie auf den Kopf stellen kann wenn sie kommen und uns gefiel es das auch zu überprüfen.
Wie ihr sicher aus den Texten entnehmen könnt, gefällt es mir extrem gut hier in den Staaten und ich konnte es kaum glauben, als wir vor einigen Wochen das Halbjahrestreffen von YFU hatten. Ich traf dort nochmals neue Leute, die im Herbst an einem anderen Orientierungstreffen gewesen waren. Zwei davon leben in Columbia; ich hoffe, dass ich die Gelegenheit haben werde, sie dort mal besuchen zu gehen (die Ironie entgeht mir nicht, wie nahe ich war, sie heute zu sehen).
Mit der Jahreszeit haben sich auch die Sportarten gewechselt, die gespielt werden (wie zum Beispiel Lacrosse als ein Frühlingssport). Daher hatte ich die Möglichkeit, ein Basketballspiel (Winter) der Schule zu sehen (wir haben ein gutes Team, es macht Freude deren Spiele zu sehen) und auch Teil eines Softballspieles (Frühling) meiner Freundin. Obwohl ich wusste, dass Sport an den Schulen hier gross ist, erstaunte es mich wieder, wie viele Leute nach der Schule auf dem Arial blieben und diverse Sportarten trainierten. Es fühlt sich zum Teil an als ob ein Achtel der Schule dort bleibt. Auf meiner Agenda von Matches, die ich schauen möchte, sind: Softball (ein ganzes Spiel), Boys Lacrosse (welches einige grundlegende Unterschiede zum Women’s Lacrosse hat) und Leichtathletik. Mein Ziel ist es auch, ein Baseballspiel in einem Stadium zu schauen. Da Dad ein riesiger Baseballfan ist, ist dies nicht zu unwahrscheinlich J. Es ist mir jedenfalls schon gelungen ein Eishockeyspiel zu sehen. Es war ein gutes Spiel, die Checkers von Charlotte (unser Team) gewann. Vergleichbar zu den Matches in Olten sind die amerikanischen etwas lauter und eine Schlägerei gehört zu einem guten Spiel dazu.
Und damit sind wir schon mitten im Februar, an dem Zeitpunkt, als die 

Schweiz im Fasnachtsfieber war. In Übersee war das leider kein Thema, daher war die Musik aus zweiter Hand (an dieser Stelle, danke Heinz), die Fasnachtschüechli selbstgemacht (was nicht so schwierig war wie ich befürchtet hatte, allerdings waren die helfenden Hände einer Freundin bitter nötig, sonst wäre ich mit Ausrollen und Frittieren schlichtwegs nicht nachgekommen) und gestern Abend hatte ich die Freude ein Packet auszupacken und Konfetti!! Und andere Fasnachtsartikel zu entdecken! Danke Gotti <3! Mit all dieser Hilfe war meine Fasnacht dieses Jahr beinahe so gut wie zuhause. Dafür werden hier zurzeit Girl Scout Cookies verkauft, meine Schwester machte da auch mit und verkaufte einige Packungen von Tür zu Tür. Zuhause hatten wir (beinahe) alle Sorten und ich probierte fleissig! Favoriten: die Samoas (Caramel, Kokos und Schokolade) und die Tagalongs (Keks, Erdnussbutter und Schokolade).

 

 

Und nun ist mein Flug beinahe zu Ende. Ich freue mich riesig auf diese Woche und hoffe, dass der Jetlag nicht allzu gross ist (5h Zeitunterschied zu Fort Mill -> 11h zur Schweiz!) Es machte mich sprachlos zu sehen, dass meine Reise nach Hawaii (immer noch im Lande) länger dauerte als der Flug anfangs Austauschjahr!

Bleibt dran, (hoffentlich) wird es am nächsten Wochenende wieder Neues geben.
Aloha! Eure Anita

 

Ps. Schreiben und Uploaden war eventuell nicht am gleichen Tag 😉

Geschützt: Christmas Break Part 3

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Geschützt: Christmas Break Part 2

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Geschützt: Christmas Break Part 1

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Geschützt: Thanksgiving

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Geschützt: Piraten und Roboter

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Geschützt: Spirit Week

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Geschützt: Labor Day Weekend

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