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tata madiba – a nation mourns an icon

Eine Nation trauert um eine Ikone, um Nelson Mandela. Meine Familie und ich trauerten mit. In der Nacht von Freitag auf Samstag sind wir sieben Stunden von Port Elizabeth bis nach Qunu gefahren, der Ort an dem Madiba aufgewachsen ist und der Ort an dem er am Sonntag schliesslich zur Ruhe gesetzt werden sollte. Nicht direkt nach Qunu, aber so nah wie möglich dran. Und dann haben wir gewartet. Gewartet am Strassenrand. Gewartet mit hunderten von anderen Menschen, die Madiba feierten. Und etwas muss man den Schwarzen lassen: Singen und Tanzen können sie. Asimbonanga, Asimbonang‘ uMandela thina, Laph’ekhona, Laph’ehleli khona. Eines der vielen Lieder für Tata. Gewartet bis all die anderen Wagen mit den Ehrengästen, das Militär und die Polizei vorbeigefahren sind. Gewartet auf das eine Auto, das den Sarg mit Nelson Mandela im Kofferraum mittrug.

Die Journalisten und ich waren so ziemlich die einzigen weissen Menschen, was ich mir anders vorgestellt hätte, denn Mandela hat nicht nur für die Dunkelhäutigen gekämpft, sondern für alle. Er hat uns doch alle zusammengebracht und deswegen hätten so viele mehr Leute kommen sollen. Er hat für uns 27 Jahre im Gefängnis verbracht, warum können sich die meisten für ihn nicht einmal ein Wochenende opfern ?

Die Nacht haben wir im Auto verbracht. Vielleicht habe ich zwei Stunden geschlafen, vielleicht auch weniger, aber es war es wert. Am Sonntag war dann DER Tag. Um drei Uhr in der Nacht haben wir begonnen uns rauszuputzen, haben Tee und Kaffee getrunken, haben Schokolade und Biscuits gegessen und haben einen der schönsten Sonnenaufgänge gesehen. “ Even if we slept in a car, it’s funeral today and we really look baie mooi „, hat meine Mama Africa gesagt. Etwa um sieben Uhr haben wir uns dann auf den Weg nach Mthatha gemacht, wo wir auf einem Rugby Feld die Beerdigung auf einem grossen Bildschirm geschaut haben. Es war wirklich bewegend, ich habe mir die Augen aus dem Kopf geheult und es ist ein Erlebnis, dass ich nie vergessen werde. Und wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es, dass man geduldig sein muss: Nicht für 5 Minuten, aber für ein ganzes Leben. Ich meine, welche Frau wartet für 27 Jahre auf ihren Mann im Gefängnis ? Sie muss ihn wirklich lieben.

Und wie Tata Madiba selbst gesagt hat: „What counts in life is not the mere fact that we have lived. It is what difference we have made to the lives of others that will determine the significance of the life we lead.“ Und er hat einen Unterschied gemacht.

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