YFU Switzerland

kaapstad

Südafrikanische Zeit – ein Kapitel für sich. Freitag vor einer Woche hiess es: Andrina pack deine Sachen, in fünf Minuten fahren wir los. Ich dachte die ganze Fahrt lang, dass wir den Campingausflug von vorletzter Woche nachholen. Dem war aber nicht so, denn nach acht Stunden Auto fahren, kamen wir in der Stadt der Städte an: Kapstadt ! Auto fahren ist auch ein Kapitel für sich. Wir sind die ganze Fahrt zu viert auf den Rücksitzen gesessen, die eigentlich nur für drei Personen gedacht sind. Normalerweise vernachlässigt man das Anschnallen, aber ich finde es ist noch zu früh zum Sterben. Ich habe an diesem Wochenende zwar nicht wirklich viel von Cape-Town gesehen, aber das was ich gesehen habe, war atemberaubend.

Am Dienstag mussten wir leider, leider wieder zur Schule. “Richtig“ Schule haben wir nur noch im Oktober, danach schreiben wir wieder Examen und dann haben wir Sommerferien. Die Zeit fliegt vorbei. Ich muss mich noch an den Fakt Sommer im Dezember gewöhnen, aber es ist mal etwas anderes als weisse Weihnachten und endlich kann ich an meinem Geburtstag eine Poolparty feiern, weil es warm genug ist.

Am Samstag war das Rugby Spiel aller Rugby Spiele. Die All Blacks aus Neuseeland spielten gegen die Springboks, die Nationalmannschaft von Südafrika. Meine Familie sind Rugby-Fanatiker und deshalb war das Spiel ein Muss, auch für mich. Es war sehr eindrücklich, wie gross die Unterstützung ist, auch wenn die Springboks verlieren. Bei der Nationalhymne wird lauthals mitgesungen und durch den ganzen Match hindurch wird mitgefiebert und herumgeschrien.

En ek praat n’bietjie afrikaans. Wer hätte das gedacht? Manchmal hört es sich für mich wie Chinesisch an und an anderen Tagen geht es ganz gut. Da die Familie zu Hause meistens nur Afrikaans spricht, gewöhne ich mich langsam daran. Meistens kann ich der Geschichte folgen bis es zur Pointe kommt und die verpasse ich dann, aber die goldene Regel als Austauschschüler ist: Einfach lächeln.