YFU Switzerland

Fiesta Nacional de la Naranja (17.-19.11.17)

Am Wochenende des 18. und 19. November fand die alljährliche „Fiesta Nacional de la Naranja„, das Nationale Fest der Orange, in Bella Vista statt. Das ist eines der vielen Feste, die es hier in Argentinien gibt und da es in meiner Region viele Zitrusfrucht-Plantagen hat wird das Fest der Orange hier gefeiert. Dieses Event dauert insgesamt drei Tage, dieses Jahr begann es am 17. November und endete am 19.

Wie an jedem dieser Feste die es in Argentinien gibt, hatte es einen märitartigen Teil, wo regionale und handgemachte Produkte wie Mates, Messer, Gebäcke etc. verkauft werden aber auch andere Dinge wie Hüte, Spielsachen und so weiter. Dann gibt es einen Teil, wo die Kinder spielen können und natürlich hat es auch viele Stände, wo man Essen, wie Hamburger, Panchos (Hot-Dogs), Papa Frita, Empanadas, Asado etc. kaufen kann.

Dank meiner Gastschwester hatte ich die Möglichkeit zusammen mit der Folklore-Gruppe an diesem Fest zu tanzen, und wir hatten uns in den vergangen Wochen zuvor darauf vorbereitet. Ich durfte zusammen mit meinem Tanzpartner und drei weiteren am Freitag und am Samstag  die Entrada, den Eröffnungstanz, tanzen.

 

Nachdem wir uns fertig geschminkt haben und uns umgezogen haben, ging es um ca. 22:00 Uhr los. Die Scheinwerfer waren sehr hell, so, dass ich die Leute gar nicht wirklich gesehen habe. Kaum hatte unser Tanz begonnen, war er auch schon vorbei. Es hat mir sehr Spass gemacht.
Meine Tanzgruppe tanze dann noch zwei weitere Choreografien und danach begleiteten wir dann nur noch die Chamamé-Gruppen.

Am Samstag in der Nacht wählten sie die neue „Reina de la Naranja“,  die neue Königin der Orange, welche Bella Vista und dieses Event an anderen Festen vertreten wird.

 

Es war eine tolle Erfahrung an diesem Fest teilzunehmen!!!!

 

Verkehr in China

大家好!

 

Wenn man in der Schweiz etwas aus China hört, dann geht es oft um Verkehr. Ich hörte oft vom „Verkehrschaos“ in den grossen Städten. Ich versuche nun, meine Eindrücke aus Tianjin wiederzugeben.

 

Ich bin nicht sehr oft mit dem Auto unterwegs, es ist aber sehr populär: Viele Familien haben ihr Auto. Man findet alle westlichen Autos, es hat aber auch viele chinesische Automarken, die ich in der Schweiz nie gesehen habe. Je teurer ein privates Auto ist, desto gepflegter uns sauberer sieht es aus. Das im Gegensatz zu Lastwägen oder anderen geschäftlichen Fahrzeuge, diese sehen fast immer sehr schlecht aus, haben Beulen, sind dreckig…

 

Obwohl die Hauptachsen durch die Innenstadt viele, für mich als Schweizer scheinbar genügend Fahrspuren pro Fahrtrichtung haben, kommt man nur schwer vorwärts. Dies nicht nur morgends und abends, sondern häufig auch durch den Tag und am Wochenende. Der Stau wird in solchen Situationen, kombiniert mit dem Fahrstil der Chinesen, ziemlich chaotisch: Jeder probiert, möglichst schnell vorwärtszukommen, es wird in jede noch so kleine Lücke gefahren. Dann wird links und rechts überholt, man fährt einander knapp vor dem Auto vorbei. In kuriosen Momenten wird auch in die falsche Fahrtrichtung gefahren. Manchmal bleiben die Autos auch in der Mitte der Strasse stehen, um jemanden ab- oder einzuladen. Zudem darf man immer nach rechts abbiegen, bei Kreuzungen sind 180°-Wendungen erlaubt und Fussgängern gewährt man keinen Vortritt. Bis jetzt habe ich aber „nur“ einen kleinen Unfall gesehen, was angesichts der Umstände eher überrascht.

 

(Die Luftqualität ist nicht top, doch auf den Bildern liegt es vor allem an meiner schlechten Handykamera, dass der Himmel so grau und neblig aussieht.)

 

In Tianjin hat es öV (Bus, Metro, Bahn), und dieser wird auch benutzt. Die Busse sind sehr günstig, man bezahlt unabhängig von der Fahrtdauer etwa 40 Rappen. Allerdings sind diese abhängig vom Verkehrsaufkommen, sind sehr voll und es gibt keinen Fahrplan, sie fahren etwa alle 15 Minuten. Zudem bin ich nie ganz sicher, wo die Busse genau hinfahren – alles ist auf Chinesisch angeschrieben. Die Metro ist wenig teurer als der Bus, schnell und sehr einfach zum Benutzen – alles ist mindestens doppelt auf Chinesisch und in Pinyin angeschrieben. Da meine Familie aber nicht sehr nahe einer Metrostation wohnt, benutzen wir diese selten. Die Bahn wäre ebenfalls schnell, der Ticketkauf ist aber ziemlich kompliziert. Da das Taxi ziemlich günstig ist und es meistens viele hat, ist dieses beliebt.

 

 

Um allem Stau aus dem Weg zu gehen, benutzen viele Chinesen elektrische Roller (Motorräder mit Verbrennungsmotor hat es fast keine). Diese Roller profitieren davon, dass es am Strassenrand immer noch eine Spur hat, die für die Autos gesperrt ist. Häufig sind diese kleineren Fahrzeuge für die Fussgänger gefährlicher als die Autos, da sie leise und schnell fahren und man sie nicht gut sieht. Diese freie Fahrspur wird auch von vielen Velos benutzt – es gibt zwei grosse Veloverleihe, bei denen man über eine App auf dem Handy die Velos auf- und am Ende abschliessen kann. So kann man überall ein Velo nehmen und später irgendwo wieder abstellen. Es ist nicht nur praktisch, sondern auch günstig. Es hat nicht nur gemietete Velos, sondern einige Chinesen haben auch eigene Velos – diese sind aber fast immer uralt und quietschen stark.

 

Über den Verkehr hier könnte man unzählige Seiten füllen – ich hoffe, dass ich mindestens einige Eindrücke schildern konnte. Ich wünsche Allen frohe Weihnachten!

 

Basketball und Wrestling

Hallo Zämä 🙂

 

Die neue Saison hat begonnen. Am Dienstag hatten unsere Basketballteams (Girls und Boys) ihr erstes Heimspiel. Ich hatte vorher noch nie ein Basketballgame gesehen, deshalb war ich sehr gespannt. Zuerst hat das Mädchenteam unserer Schule und das Mädchenteam der Gegner Schule gegeneinander gespielt und dann unsere Boys gegen die Boys der Gegner Schule. Es war interessant und für beide Basketballteams hatten ein sehr guter Start in die neue Saison. 

 

Am Donnerstag war dann auch noch, dass erste Home-Wrestling-Meet. Ich würde fast behaupten Wrestling ist etwas ähnliches wie Schwingen. Ich muss schon zugeben Wrestling ist nicht mein Sport, aber es war überraschenderweise recht interessant. Die Regeln verstehe ich zwar noch weniger als die Footballregeln aber diese Saison ist ja noch lange…

                                                     Unser Schullogo.

 

Bis Bald

Anja ^-^

 

Snö!

Hej på er!

Morgendlicher Rehbesuch in Nachbars Garten

Die Zeit vergeht wie im Flug, und es fühlt sich so an, als wäre schon bald Halbzeit, obwohl das eigentlich erst im Februar sein wird und ich noch nicht ein Mal drei Monate hier bin. Aber für mich ist Weihnachten einfach so der Gegenpol zu Sommer, also die Halbzeit des Jahres. Die Stadt ist voller Adventsbeleuchtung, in meinem Zimmer hängt der Adventskalender von Celia (und in ihrem meiner 😉 ) und in der Schule diskutierten wir mit der Rektorin über die diesjährige Adventsdekoration (sie sei anscheinend dekorationsverrückt und alle versuchen sie deshalb davon abzuhalten, riesige rote Weihnachtsglocken in das Foyer zu stellen). Kurzum – ich bin total in Weihnachtsstimmung. Und was passte da nicht besser als Schnee? Genau! Vor etwas mehr als einer Woche legte sich ein dünner Hauch über die Landschaft und liess schon bald die schöne Stadt Stockholm im Schnee versinken – welche dadurch lahmgelegt wurde. Der Schulweg hat mich fast zweienhalb Stunden gedauert, da der Bus im Schnee stecken geblieben ist. Und da dachte ich, die Schweden seien an Schnee gewöhnt! In unserer Schule hatten wir auch ein paar Austauschschüler, die nun zum ersten Mal Schnee gesehen haben – und ich bin ehrlich gesagt ziemlich neidisch darauf, dass sie ein so aufregendes Erlebnis haben können – für mich als Baslerin ist Schnee schon besonders, aber ich bekomme davon keine so glitzrigen Augen wie Valentina aus Italien. Bald ist der Schnee aber braunem „slask“ gewichen und später ganz weggeschmolzen. 

Meine Schule im Stockholmer Winterwunderland

Im Moment geht es mir eigentlich sehr gut. Ich werde langsam Teil der Amnesty Jugendgruppe hier in Stockholm (vorletztes Wochenende standen wir mitten im bitterkalten Stockholm, sammelten Unterschriften und hattens lustig), habe die Aufnahmeprüfung des Stockholmer Jugendorchesters SUSO bestanden und habe vor kurzem bei einem der vielen Schulkonzerten als Präsentarörin mitgewirkt.  Ich merke, wie es immer mehr vorwärts geht: Ich wurde zu einem Geburtstagsfest einer Mitschülerin eingeladen, spreche kaum noch Englisch, kenne mich langsam in dieser riesigen Stadt aus, auch wenn ich mich manchmal immer noch etwas verloren fühle, und werde immer mehr Teil meiner Gastfamilie. Was mich besonders überrascht hat, ist, wie gut ich mich mit meinem Gastvater verstehe. Ich hätte nie gedacht, dass ich einfach so Zeit allein mit einer erwachsenen, noch etwas fremden Person verbringen würde, ohne es komisch zu finden. Ich gehe mit ihm sonntagabends Schlittschuh laufen und er versucht mir, Bandy, die schwedische Version von Eishockey (Jeder sportinteressierte Schwede würde mich für diese Aussage umbringen, aber ich Sportbanause sehe keinen grossen Unterschied), beizubringen, wir treffen uns für ein Fika oder gehen in ein Museum.  Mit meiner Gastschwester und Gastmutter bin ich noch so bisschen am herausfinden, ob wir einfach nebeneinander herleben oder eine enge Beziehung aufbauen werden. Ich verstehe mich aber sehr gut mit allen und fühle mich wohl und gut aufgehoben. Weitere Personen, die für mich unerwartet sehr wichtig geworden sind, sind meine Oboenlehrerin Mirjam, die mich nach einem frustrierenden Tag immer aufzuheitern mag und meine YFU-Gotte Victoria. Ich finde es total gut, dass es bei YFU Schweden dieses Konzept gibt. Victoria machte selbst ein Austauschjahr und gibt sich extrem viel Mühe, viel mit mir und ihrem anderen Gottechind Maëline zu unternehmen. Ich habe natürlich auch wirklich tolle Freunde hier gefunden. Zwar sind die meisten Austauschschüler, und es sind nicht viele, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich bald schöne Freundschaften mit meinen Klassengspänli aufbauen kann. Es ist auf jeden Fall auf einem guten Weg. So waren Celia und ich letztes Wochenende zusammen mit zwei Mitschülerinnen auf dem Weihnachtsmarkt, was sehr schön war. Det blir bra! Das kommt schon gut!

Wie geht es mit dem Schwedisch? Es ist wahnsinnig! Es fühlt sich unglaublich an, wie man nach knapp drei Monaten eine Sprache lernen kann, und zwar ohne gross Wörter auswendig zu lernen. Es geschieht einfach-und plötzlich merkt man, wie viel man schon kann! Ich muss aber auch sagen, dass es einen Grossteil daran liegt, dass Schwedisch und Deutsch sehr ähnlich sind. Die Grammatikstruktur ist eine viel einfachere Version von Deutsch und viele Worte kann man ableiten. So versteht man ziemlich schnell einen Grossteil und kann auf gut Glück Worte bauen, z.B.: Übermorgen: Über=över, morgen=morgon; Übermorgen=Övermorgon. Nur die Aussprache macht mir wirklich Mühe, das schwedische sj, welches eine Mischung aus ch und sch und irgendetwas Komischem ist (meine Schwedischlehrerin nennt es spottloskan, was ungefähr choderlaut bedeutet), das y, welches eine Mischung aus i und ü ist, und das schwedische i oder j, welches irgendwo tief, tief in der Kehle erzeugt wird, und ständig benutzt wird. Da kann ich mich aber damit trösten, das ungefähr kein Schwede „Schweiz“ ausspechen kann, es klingt eher wie „Sweizsch“. Ich verstehe aber das allermeiste und kann am Lunchtisch gut mitreden. Es nervt nur, wenn man nur Schwarz und Weiss sagen kann, keine Graustufen. Irgendwie wird alles so wischiwaschi. Aber da brauche ich einfach noch Geduld. Wie mit allem im Moment.

Ich habe auf jeden Fall in den letzten Wochen viel gelernt. Menschen auf der Strasse und in der Schule, in Hobbies und auf Festen anzusprechen. Selber mit Problemen umzugehen, ohne die Familie und Freunde in der Schweiz anzurufen. Alleine an neue Orte zu gehen. Selbstbewusster sein. Sich wieder aufraffen und weiterkämpfen, nach dem man nicht mehr gekonnt hat. Und ich habe hier gemerkt, wie positiv ich eigentlich eingestellt bin! Ich wüsste nicht, was ich ohne meinen Optimismus machen würde. Es macht mich sogar richtig hässig, wenn andere Austauschschüler nicht optimistisch sind und sagen: Es ist alles doof hier, ich vermisse daheim, warum bin ich noch hier. Denn, auch wenn es sich manchmal so anfühlt, es gibt immer wieder wunderschöne Momente, wo man wirklich extrem stolz auf sich selber ist. Das darf man nie vergessen!

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Adventszeit und bin gespannt auf das, was noch kommen wird!

Puss och Kram

Fina 

 

Dezember ist hier!!

Hallo an alle!

 

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update. Es ist schon Dezember, die Weihnachtszeit beginnt! Obwohl die Weihnachtszeit hier in Kanada eigentlich schon Mitte November. Alle Weihnachtsdekorationen waren jedenfalls bei uns im Haus seit dem 11. November da!

 

Was gibt’s denn so Neues zu erzählen… Ich hatte letzten Donnerstag mein erstes Swim Meet (also einen Wettschwimmen wo alle Teams von verschiedenen Schulen zusammenkommen und gegeneinander schwimmen). Ich war echt nervös, aber es ging besser als gedacht und hat viel Spass gemacht. Mein Swim Team ist nämlich voller netter Leute und wir haben uns alle super verstanden!

Ich habe nächste Woche eine erste kleine Show mit meinem Eislaufteam, darauf freue ich mich auch sehr. Mal sehen wie gut wir unsere Performance schon drauf haben…

 

Mein Swimteam in Brantford vor einer Wayne Gretzky Staute (das ist anscheinend der beste Hockey Spieler aller Zeiten!)

 

Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich im Moment so gut wie noch nie hier in Kanada fühle. Ich habe mich jetzt gut eingelebt und ich habe eine kleine Freundesgruppe gefunden, mit der ich echt viel Spass habe! Ich esse jetzt immer mit Sara (Kanadierin) und Alvaro (Spanischer Austauschschüler) zusammen zu Mittag, und wenn die anderen nicht zu viel Hausaufgaben haben (was ist das nochmal?) gehen wir zusammen zu Timmy’s (Tim Hortons) oder Schlittschuhlaufen. Ich bin echt froh dass ich mich so gut mit den beide verstehe, das macht das Leben hier um einiges fröhlicher!

Es ist definitiv kälter hier geworden, aber dank meiner Winterjacke bin ich bisher noch nicht erfroren. 😉 Das erste bisschen Schnee hatten wir auch schon, leider ist davon nicht allzu viel hängen geblieben. Aber anscheinend muss ich einfach geduldig auf den Januar warten, dann soll es nämlich viele Schneestürme geben.  Und wenn ich Glück habe, fällt dann die Schule aus, und ich habe schon mit Freunden abgemacht, dass wir am ersten «Snow Day» zusammen im Schnee Schneemänner bauen werden! Kann’s kaum erwarten!

 

Der erste Schnee!

 

Ich freue mich einfach sehr auf Weihnachten und werde die Weihnachtszeit geniessen, denn bekanntlich vergeht die ja immer viel zu schnell! Ich werde natürlich ganz viel an euch alle denken und euch auch sehr vermissen, aber immerhin wisst ihr, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, die Kanadier behandeln mich ganz prima!!

 

Hab euch lieb, fühlt euch umarmt,

eure Elena