YFU Blog

Ein Wiedersehen nach 22 Jahren

Mein YFU-Austauschjahr hat mich und mein Leben nachhaltig geprägt. Wohl kaum hätte ich sonst immer wieder im Ausland gelebt und einen internationalen Job angenommen, der mich mit den verschiedensten Nationalitäten und Kulturen in Berührung bringt.

Ich war 1990/91 in den USA im Austauschjahr – habe mein Jahr in Ohio bei einer Familie mit drei kleinen Jungs verbracht. Wir, d.h. Die Gasteltern und ich sind über Jahre lose in Kontakt geblieben und haben uns vor 11 Jahren das letzte Mal gesehen.

Ich (3. von rechts) zu Besuch bei meiner Gastfamilie anlässlich der Hochzeit meines Gastbruders

Vergangenes Wochenende war ich nun in Dallas, um der Hochzeit meines Gastbruders beizuwohnen. Die ganze Familie inkl. Onkel/Tanten, Cousins, etc. war versammelt – in der Formation haben wir uns alle seit 1991 nicht mehr gesehen! Es war fantastisch und ich bin unglaublich dankbar, dass es diese Familie gibt und ich immer noch Teil deren bin. Und obwohl die Brüder damals noch klein waren und inzwischen zu stattlichen jungen Herren herangewachsen sind, hat mein Austauschjahr wohl auch sie geprägt (ich war die einzige Austauschschülerin in der Familie). Sie haben viele Erinnerungen und haben sich ebenso über unser Wiedersehen gefreut. Und sind dadurch wohl auch etwas weltoffener geworden, die Reiselust und Neugierde auf das Unbekannte ist jedenfalls bei allen geweckt.

Das Wiedersehen mit meiner Familie hat mich sehr berührt – eine Verbindung die seit 22 Jahren existiert und immer noch voller Freundschaft und Zuneigung ist.

Ohne YFU wäre das nie möglich geworden. Danke Euch allen für Eure Arbeit – ihr seid unglaublich wichtig in unserer Welt!

Tanja


:D

Nur kurz mein Wochenende fuer euch; Clementine kam uebers Wochenende zu mir nach Kongsberg! Wir hattens super lustig, sind stundenlang in Kongsberg und Umgebung rumgelaufen und haben es genossen unter Austauschschueler zu sein…

Es ging viel zu schnell vorbei und dann mussten wir uns beide wieder der Realitaet widmen…

Aber sicher bald wieder!

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Erste Tage im Jahr

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Polnische Weihnachten


Cześć!

Als erstes wünsche ich euch allen ein schönes neues Jahr! Ich habe Silvester mit einigen Freunden verbracht und es bestand hauptsächlich aus Essen, Twister spielen und bis um 9 Uhr morgens aufbleiben. Wir hatten jedenfalls viel Spass! Aber der eigentliche Grund für diesen Blog ist Weihnachten, das wird in Polen nämlich etwas grösser gefeiert als ich es mir aus der Schweiz gewohnt bin und deshalb werde ich versuchen dass dieser Blog nicht allzu lang wird und ich euch trotzdem das Meiste erzählen kann.

Begonnen hat Weihnachten hier ja schon ungefähr eine Woche vorher, dann haben wir nämlich angefangen mit Kochen und Backen. Zwar haben meine Gasteltern das Kochen grösstenteils übernommen, aber ich war trotzdem die ganze Zeit über beschäftigt. Ich habe es sogar geschafft, Mailänderli, Spetzbuebe und Zemtstärne zu machen.

Zur polnischen Weihnacht gehören viele Traditionen, z.B. sollte es 12 bestimmte Gerichte geben ( ich könnte aber schwören dass wir um die 20 hatten), man isst kein Fleisch, mit dem Feiern wartet man bis der erste Stern am Himmel erscheint, man legt etwas Stroh unter das Tischtuch als Symbol der Krippe, ein Platz am Tisch wird freigehalten für einen unerwarteten Gast (es kommt aber eigentlich nie jemand) und vor dem Essen teilen alle Gäste Oblaten miteinander. Und das geht so: Jeder bekommt eine Oblate (so eine wie in der Kirche, nur etwas dünner, viereckig und mit einem Bild drauf, siehe Foto), dann geht man von Gast zu Gast, wünscht jedem frohe Weihnachten und man bricht gegenseitig etwas von der Oblate des anderen ab und isst es.

In Polen verbringt man die Feiertage mit vielen Verwandten, bei uns waren es dann schliesslich 15 Personen. Und alle brachten nicht nur Geschenke, sondern auch viel Essen. Irgendwie muss man ja die 12 Gerichte zusammenbekommen. Zu diesen gehören z.B. Barszcz (eine Rote-Beete Suppe, siehe Bild), Pierogi (eine Art Ravioli gefüllt mit Pilzen oder Sauerkraut), dazu Pilzsauce (übrigens aus den Pilzen die wir im Oktober gesammelt hatten), verschiedenen Fisch, Sauerkraut mit Pilzen, so etwas wie Spätzli mit Mohn etc. Ich weiss leider schon nicht mehr genau was es alles gab (es war viel zu viel), denn es gab auch noch andere Gerichte die nicht typisch sind, wie verschiedene Salate und Kroketten.

Nach diesem Essen machten wir dann erst mal einen Spaziergang mit dem Hund, irgendwie mussten wir ja Platz in unsere Mägen bekommen, denn die Nachspeise hatten wir ja noch vor uns. Wir kamen vom Spaziergang zurück und tadaaaahh, es gab Geschenke ;) Hier in Poznań werden die Geschenke von eine Stern überbracht, wir hatten ihn aber leider verpasst…

Und nun zur Nachspeise. Das wichtigste sind der Mohnkuchen, Nusskuchen, Käsekuchen und Lebkuchen. von jedem gab es da ca. 2 verschiedene Varianten plus weiteres wie meine Schweizer Chrömli, Mohrenköpfe und selbst gemachte Schweizer Vermicelles. Und ja, ich habe viel zu viel gegessen, aber es hat sich gelohnt ^^

Die meisten Leute gehen an Weihnachten in die Mitternachtsmesse, aber wir haben es irgendwie ein wenig verpasst, deshalb schauten wir Shrek. Aber nein, das ist keine polnische Tradition. Und irgendwann sind wir natürlich auch schlafen gegangen. Am nächsten Morgen (oder besser gesagt Nachmittag) gab es Frühstück und das bestand eigentlich aus dem was wir schon am Vorabend gegessen hatten, nur dass jetzt noch Fleischgerichte dazukamen. Das Essen reichte noch für die ganze Woche…ich hatte also wirklich keinen Hunger. Irgendwie wird mir selbst erst jetzt bewusst dass die polnische Weihnacht vor allem aus Essen besteht ;)

Aber es waren wunderschöne Festtage und sie sind natürlich wie jedes Jahr viel zu schnell vorbei gewesen!

Pa Pa!


Zwischen Weihnacht und Neujahr

Bon dia

Ich sage euch das war eine spannende aber erschöpfende Zeit!  Ein Beispiel:

Am 30ten (Sonntag morgen) nach der Disco um 5 Uhr morgens ging es ab nach Hause um nicht etwa zu schlafen, nein um mich umzuziehen und etwas kleines zu essen. Um 6 Uhr ging es weiter um mein Essen für die nächsten drei Tage zu suchen haahh. Ja, ich war tatsächlich mitgegangen um mein Rind bei einem Bauer abzuholen und es zu schlachten. Wir haben es mit dem Auto und dem Anhänger nach Hause geführt und es dort im Garten auf einer grossen Banke mit heissem Wasser übergossen, damit wir die Haare mit Löffeln entfernen konntne. (Hier ist halt alles ein bischen einfacher XD). Als unser Rind dann wirklich seinen Pelz verlohren hat ging es ans Lebige. Der Gastvater der andere Austauschschülerin hier begann mit dem Aufschneiden. Sein Kollege stand ihm mit einer Sage und einem Messer in der anderen Hand tatkräftig zur Seite. Sie haben mir jede einzelne Innerei benennt und mir immer versucht zu erklären warum sie jetzt dieses Stück Fleisch so schneiden und nicht anders rum. Das Resultat sollte ein Asado mit cuero ergeben. (Gegrilltes Fleisch mit Haut) . Ich habe gelernt, dass sie die Tiere und ihr Fleisch sehr schätzen aber anders damit umgehen als wir in Europa, da es hier in Massen vorhanden ist.

Schlussendlich hat das Asado hervorragend geschmäckt, sogar die Nieren, Zunge, Darm… was man halt noch so essen kann habe ich probiert und es hat vorzüglich geschmäckt.  Nur leider musste ich mich die nächsten drei Tage mit diesem Fleisch vergnügen. Einmal gab es noch ein Schwein auf dem Grill aber ich sage euch so 3 bis 4 Tage nur Fleisch uns ein bischen Salat ist dann doch nicht so abwechslungsreich!

Ja, zurück zu meinem Rind das wir auseinander genommen haben. Wir hatten mit ihm so ungefähr 4 Stunden zu tun. Das heisst weitere 4 Stunden kein Schlaf! Danach haben wir einen Mate getrunken, bis ich gehen musste um mich zu duschen und weiter zu gehen. Ich hatte abgemacht um zu kochen und anschliessend dort zu essen. Es gab Tucho (eine Fleisch Sauce ) mit Fideos (Spaghettei!!!!!!!!!!!- einmal in 4 Monaten richtige Spaghetti!!!!! ;) ) Am 2 Uhr nachmittags musste ich dann wirklich sagen ich brauche etwas Schlaf, sonnst schlafe ich noch im stehen ein!  Ich ging also schlafen bis um kurz vor 7 eine SMS kam. Wir gehen Volley spielen am Rio unten. Klar gehen wir :P Ich stand also nach knappen 5 Stunden wieder auf und um Beachvolley zu spielen. Danach wieder nach Hause um zu duschen und mich umzuziehen. Es ging weiter mit Mate im Platz, nochmals kurz nach Hause um zu essen mit meiner Familie und wieder zum Platzt bis um morgens um 4. Ja, ich war erschöpft und ging nach Hause um bis um 12 Uhr mittags zu schlafen. Aufzustehen und nochmals eine Runde bis 4 Uhr zu schlafen. Es ging weiter mit Mate, Reden mit Kollegen (meine Hauptbeschäftigung hier!) und Essen. Danach Disco und schon war Neujahr! Wie schnell das ging! Schaut nach der Disco gab es 40 Minuten Schlaf und es ging weiter mit einer anderen Familie in die Campagne. (Campo). Wenn hier die Uruguayander ins Campo fahren, dann geht die ganze Familie mit, d.h. es fehlt kein Hund und keine Katze! (Wirklich es kommen alle mit!!) So fuhren wir also knapp eine Stunde durchs nichts und kamen dann dort ziemlich schmutzig aber schon bei Tageslicht an. Alles wurde ausgeladen. Anschliessend die Pferde gesucht, gesattelt und ab ging es um das Campo mit der ganzen Familie auf dem Pferd zu erforschen. Nach vielen Eindrücken (wenigen Höhenmetern) und erneutem Hunger kehrten wir nach ca 3 Stunden zu unserem Ausgangspunkt zurück. Es wurde geredet, Fussbal gespielt und das Nichts genossen. Um 4 Uhr ging es weiter mit den Pferden, um die Kühe zusammenzutreiben und sie zu baden. (In einem Bad mit Fliegenschutzmittel). Weitere 2 Stunden auf dem Pferd erschöpften dann doch ziemlich und es ging nach einem kühlen Getränk mit dem Moto nach Hause. Dort angekommen ab unter die Dusche, einen Mate und ab SCHLAFEN!!!!!!!!!!!!!!!! Ich schlief etwas mehr als 12 Stunden hahahahah…. Ja ich lerne hier zu essen, reden, auf schlaf zu verzichten und das Gegenteil, viiiiiel zu schlafen (es war aber wirklich nötig)!!!!. Jetzt geht es wieder ab aufs Pferd………………:)

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